Liebe Magdeburgerinnen und liebe
Magdeburger
Magdeburg ist
eine Stadt mit großen Potenzialen aber auch
vielen ungelösten Problemen. Als Landeshauptstadt in Sachsen-Anhalt,
als Universitätsstadt,
als Stadt bedeutender wirtschaftlicher Traditionen, als Stadt am
Schnittpunkt
wichtiger Verkehrswege ist sie nicht nur dauerhafte oder zeitweilige
Heimat für
viele Menschen, ob jung ob alt, sie ist auch eine Stadt mitten in
Europa. Alles,
was in Europa passiert, was in Brüssel oder Berlin beschlossen wird,
hat –
ebenso wie die globale Finanz- und Wirtschaftskrise - auch Auswirkungen
auf die
Entwicklungsbedingungen und das Leben in unserer Stadt.
Magdeburg hat einen Namen in der Welt
durch Leistungen der
Wissenschaft in Vergangenheit und Gegenwart, durch die Entwicklung des
modernen
Maschinenbaus, durch Kultur und Kunst, die über die Region
hinausstrahlen. Es
ist aber auch eine Stadt mit einer hohen Arbeitslosigkeit und vielen
sozialen Problemen.
Dass 37 % der Kinder in Magdeburg in Armut leben und auf
Sozialleistungen
angewiesen sind, macht das Ausmaß sozialer Probleme vor allem von
Familien
deutlich.
Die „Reformen“
der Bundesregierungen auf dem Gebiet der
Arbeitsmarkt-, Gesundheits-, Sozial- und Rentenpolitik haben das
Vertrauen in
eine bürgernahe, an den Lebensinteressen der Menschen orientierten
Politik
geschwächt. Sie haben – trotz monatelanger Verkündungen über positive
Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt – nicht zu mehr sozialer Sicherheit
geführt.
Vielmehr bestimmen Langzeitarbeitslosigkeit, Niedriglohn und
geringfügige
Beschäftigung weiter das Leben und das Einkommen vieler Menschen und
vieler
Familien. Das Vertrauen in die Politik ist
weiter geschwunden. Die großen Koalitionen in Bund und
Land haben diesem
Kurs der Umverteilung von unten nach oben bislang nichts Wirksames
entgegen zu
setzen. Die Situation der öffentlichen Haushalte wird immer prekärer
und viele
Kommunen können den bisher gebotenen Standard für die Lebensqualität
ihrer
Bürgerinnen und Bürger nicht mehr halten. Soziale Gerechtigkeit ist zum
Schlagwort geworden, mit dem Sozialabbau als Reform verkauft wird. DIE
LINKE
will sich damit nicht abfinden. Wir wollen dagegen angehen mit allen
Möglichkeiten, die wir haben.
DIE LINKE hat sich im Stadtrat in den
vergangenen Jahren
stets für die Verbesserung der Lebensqualität in unserer Stadt und für
die
sozialen Belange ihrer Einwohnerinnen und Einwohner eingesetzt. Und das
durchaus
mit Erfolg. DIE LINKE will auch künftig helfen, die
Lebensbedingungen
für Menschen in dieser Stadt zu verbessern. Sie will sich im Stadtrat
dafür
einsetzen, dass die Potenziale der Stadt entwickelt werden und das
Engagement
von Menschen Beachtung findet. Soziale Not muss gelindert und
schrittweise beseitigt
werden. Magdeburg muss sich als lebenswerte Stadt präsentieren, sozial
gerecht,
wirtschaftlich attraktiv und kulturvoll.
Wir verkennen
nicht die Brisanz der Lage, insbesondere bei
leeren kommunalen Kassen und hoher Verschuldung. Dies ist für uns aber
keine
Entschuldigung für den Aufschub dringender Aufgaben. Wir wollen Auswege
aufzeigen und auch gehen und zum Mittun einladen. Wir wollen unsere
Ziele
gemeinsam mit Gewerkschaften, den zahlreichen Interessenverbänden,
Vereinen,
Initiativen entwickeln, sie im Stadtrat zu Gehör bringen und um
Mehrheiten für
ihre Umsetzung werben. Wir wollen das mit den Mitteln der Stadt
Mögliche in
Angriff nehmen und von Land und Bund bessere Bedingungen für kommunale
Politik
hörbar einfordern.
Dafür treten zu
den Kommunalwahlen in den Wahlbereichen
Mitglieder unserer Partei und Menschen, die mit ihr sympathisieren, mit
Ideenreichtum und Engagement an. Sie haben ein offenes Ohr für alle
Sorgen und
Nöte. Sie nehmen gern Vorschläge zur Veränderung auf, prüfen sie und
streiten,
so möglich, für ihre Umsetzung. Die Fraktion DIE LINKE im Magdeburger
Stadtrat
wird für alle Einwohnerinnen und Einwohner ansprechbar sein.
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